Professorinnenprogramm 2030 am KIT
Mit dem Professorinnenprogramm 2030 fördern Bund und Länder gezielt die Gleichstellung in der Wissenschaft. Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Professuren und Leitungsfunktionen zu erhöhen, Karrierewege planbarer zu gestalten und eine geschlechtergerechte Hochschulkultur zu stärken. Das KIT war mit seinem Gleichstellungskonzept erfolgreich und erhielt 2024 eine Förderzusage. Zwei Förderanträge wurden in der Folge gestellt und die Umsetzung zusätzlicher gleichstellungsfördernder Maßnahmen in die Wege geleitet.
Ansprechpersonen Professorinnenprogramm 2030
Ines Köhler, Leitung Chancengleichheits- und Diversitätsmanagement, Projektleitung Professorinnenprogramm 2030
Franka Keßler, Projektkoordination Professorinnenprogramm 2030
Übersicht der gleichstellungsfördernden Maßnahmen, die am KIT etabliert werden
I. Vereinbarkeit meistern – spezifische Unterstützung für Eltern in der Wissenschaft im Umgang mit Betreuungsengpässen
Die Maßnahme umfasst drei Komponenten, um den Bedarf bei der Vereinbarkeit möglichst relevant zu adressieren.
Ausweitung der Notfallbetreuung für KiTa- und Kindergartenkinder.
Akutberatung bei Betreuungsengpässen sowohl bei plötzlichen Ausfällen der Kinderbetreuung als auch in der Preboarding-Phase, um frühzeitig passende Betreuungsangebote in Wohnortnähe zu finden.
Prävention durch Online-Schulungen in denen zentrale Themen wie Rollenkonflikte zwischen Mutterschaft und wissenschaftlicher Karriere, Resilienz in Betreuungskrisen und Übergangsphasen sowie der Umgang mit Mental Load behandelt werden – mit dem Ziel, den Kopf frei für die Wissenschaft zu bekommen.
Ansprechperson
Dipl.-Betriebswirtin (BA) Antje Wiggenhauser, Abteilungsleitung Familienbetreuung, Abt. Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung (PEBA)
II. Bedarfsgerechte Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen in Forschungsverbünden
Um die Chancengleichheit in Forschungsverbünden nachhaltig zu stärken, wird ein systematischer und bedarfsorientierter Ansatz zur Weiterentwicklung für Nachwuchswissenschaftlerinnen angestrebt. Ziel ist es, Gleichstellungsmittel wirksam einzusetzen und individuelle Förderbedarfe gezielt zu adressieren – auch verbundübergreifend. Die Maßnahmen basieren auf wissenschaftlichen und personalwirtschaftlichen Erkenntnissen und werden regelmäßig evaluiert. So entsteht ein qualitativ hochwertiges, kontinuierliches Angebot zur Karriereförderung.
III. Scouting von exzellenten Wissenschaftlerinnen
Zur besseren Ansprache qualifizierter Wissenschaftlerinnen wird das Scouting in den Bereichen personell gestärkt. Berufungskommissionen erhalten dadurch Unterstützung bei der Suche nach potenziellen Kandidatinnen. Zusätzlich wird ein Monitoring eingeführt, um die Wirksamkeit der Maßnahme zu überprüfen und langfristig zu sichern.
Ansprechpersonen
- Bereich 1: Katrin Vinel, Bereichsreferentin
- Bereiche 3 und 5: Luca Marie Fröhlig
- Bereich 2 und 4: Wird noch bekanntgegeben
IV. Analyse und Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Professorinnen am KIT
Auf Basis bereits erfolgter Pilot-Erhebungen 2021/2022 und 2024/2025, soll eine modifizierte, faktenbasierte Situationsanalyse zu den Rahmenbedingungen von Professorinnen am KIT durchgeführt werden. Insbesondere ist geplant, nicht nur eine Stichprobe, sondern alle berufenen Professorinnen und Professoren in die Analyse einzubeziehen, um Entwicklungen bei Gehalt, Ausstattung und Sichtbarkeit deutlich zu machen. Ergänzend findet eine Online-Befragung zu den Rahmenbedingungen statt. Beides soll mit Hilfe von externer Expertise ausgewertet und in der Folge dauerhaft in Regelprozesse des Gender Monitorings integriert werden. So soll eine regelmäßige und fortlaufende Erhebung des Gender Pay Gaps erreicht werden. Ziel ist es auch, die gewonnenen Erkenntnisse in das Berufungsmanagement und weitere Prozesse zu integrieren und so die Chancengleichheit und die Rahmenbedingungen am KIT für Professorinnen positiv weiterzuentwickeln sowie die Qualität der Gleichstellungsarbeit am KIT insgesamt weiter zu verbessern.
Ansprechperson
wird noch bekanntgegeben
V. Systematischer Genderkompetenzaufbau
Zur Stärkung der Chancengleichheitsakteurinnen und -akteure am KIT werden die Bedarfe ermittelt und gezielte Maßnahmen entwickelt. Dazu gehören Online-Schulungen zu genderrelevanten Themen, Workshops zur Rollenstärkung sowie individuelles Coaching für ausgewählte Zielgruppen. Führungskräfte und Gleichstellungsakteurinnen und -akteure werden so in ihrer Kompetenz und ihrem Handeln unterstützt, um verzahnte Prozesse und eine bessere Zusammenarbeit zu fördern.
Ansprechperson
wird noch bekanntgegeben
VI. Ausbau des Dual Career Services und Onboardings
Zur Weiterentwicklung des Dual Career Service und des Pre-/Onboardings für Hochschullehrerinnen am KIT werden Bedarfe der Zielgruppe sowie bestehende Angebote und Netzwerke umfassend analysiert – ergänzt durch nationale und internationale Benchmarks. Ziel ist es, gezielte Maßnahmen und Unterstützungsangebote zusätzlich zu den bereits aktiven Angeboten zu entwickeln.
Ansprechperson
wird noch bekanntgegeben